Mittelzentrum als Ziel

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Auf dem Bild: (v.l.n.r.) Die Bürgermeister Alexander Kreissl (Seeheim-Jugenheim), Markus Hennemann (Bickenbach) und Sebastian Bubenzer (Alsbach-Hähnlein) wollen gemeinsam eine Höherstufung als Mittelzentrum erwirken. Foto: Mi / Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Gemeinsame Höherstufung von Alsbach-Hähnlein, Bickenbach und Seeheim-Jugenheim

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Bergstraße. Alsbach-Hähnlein, Bickenbach und Seeheim-Jugenheim haben Ende Juni letzten Jahres eine Stellungnahme beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen eingereicht, um eine Höherstufung zum Mittelzentrum zu erwirken. Anlass war die vierte Änderung des Landesentwicklungsplans Hessen, die das System der zentralen Orte und der Raumstruktur neu fassen sollte. Alle drei Kommunen sind laut Landesentwicklungsplan jeweils als Grundzentrum eingestuft. Das Ministerium hat sich mit einer zweiten Offenlage gegen eine gemeinsame Höherstufung ausgesprochen, wogegen sich die Kommunen nun in einer weiteren Stellungnahme wenden.

Die drei Nachbargemeinden haben zum Jahresbeginn 2020 bereits einen gemeinschaftlichen Ordnungsbehördenbezirk gegründet. Auch darüber hinaus gibt es eine enge interkommunale Zusammenarbeit, die mit als Begründung in der Stellungnahme für eine gemeinsame Höherstufung zum Mittelzentrum angeführt wird. Weiter sind es die sogenannten Zentralitätspunkte, die eine Aufwertung in den Augen der Kommunen erforderlich machen: etwa das Einkaufszentrum in der Pfarrtanne in Alsbach-Hähnlein, der Bahnhof in Bickenbach mit den Anschlüssen in die Rhein-Main-Neckar-Region oder das Kreiskrankenhaus und das Freibad in Seeheim-Jugenheim.

Die Einstufung als Mittelzentrum macht sich unter anderem in einer Stärkung der kommunalen Einnahmen bemerkbar, da die Schlüsselzuweisungen höher sind als bei einem Grundzentrum. „Genauso wichtig ist es aber, dass wir mit der Höherstufung schon jetzt in die Zukunft denken und uns weitere Entwicklungsmöglichkeiten schaffen: was die Infrastruktur angeht, aber auch kulturell oder in der Ausweisung von Gewerbe- und Siedlungsflächen“, erklärt der Seeheim-Jugenheimer Bürgermeister Alexander Kreissl stellvertretend für seine Amtskollegen Markus Hennemann (Bickenbach) und Sebastian Bubenzer (Alsbach-Hähnlein). „Wir erwarten seitens des Landes mehr als nur eine Ablehnung durch eine zweite Offenlage, sondern eine ausführliche Begründung. Alle zusammen wollen wir jetzt den politischen Druck erhöhen, um eine angemessene Einstufung als Mittelzentrum gemäß den vom Land selbst aufgestellten und von uns erfüllten Zentralitätspunkten zu erhalten.“

(Gemeinde Seeheim-Jugenheim)