Krebssportgruppe trotz(t) Pandemie

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Fitness coach teaching yoga online to group of people. Yoga trainer demonstrating yoga poses to students via video conference.

Langen. Bewegung nach einer Krebsbehandlung kann den Therapieverlauf positiv beeinflussen. Doch Menschen mit Krebs gehören zu den Risikopersonen, die besonders geschützt werden müssen. Treffen zum gemeinsamen Sporttreiben an einem Ort sind aufgrund der Pandemie derzeit absolut unmöglich. Das wollte Victoria Heppenheimer (Sportwissenschaftlerin M.A.) und Leiterin der onkologischen Sportgruppe der Asklepios Klink Langen nicht hinnehmen und führt das Angebot mit viel Erfolg online weiter.

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„Zunächst haben wir unsere Treffen bis in den letzten Herbst hinein im Freien auf dem Klinikgelände sicher durchführen können. Als das Wetter dann unbeständiger wurde, war guter Rat teuer, doch meine Idee, die Treffen virtuell weiterzuführen fand bei den Teilnehmer/Innen unerwartet großen Anklang“, so Victoria Heppenheimer Leiterin der Krebsportgruppe. Seit November nehmen rund 20 Teilnehmer/innen im Alter zwischen 40 bis über 80 Jahre an der digitalen Krebssportgruppe teil. „Natürlich hatte ich zunächst Bedenken ob alle Teilnehmerinnen mit der neuen Technik zurechtkommen, aber es sind alle dabeigeblieben und haben sich ganz schnell in das neue Format eingefunden“, freut sich Heppenheimer.

Alle angemeldeten Personen erhalten einen Link über den sie zum jeweiligen Termin per Handy, Laptop oder Tablet teilnehmen können. Während der Veranstaltung können sich alle Gruppenmitglieder sehen und von der Leiterin bei den Übungen motiviert und korrigiert werden. „Das virtuelle Treffen ersetzt das „vor Ort Angebot“ zwar nicht komplett, doch für uns ist dieses Gruppenangebot unersetzlich“, so eine Teilnehmerin. Jede Krebserkrankung löst Ängste aus. Selbst nach erfolgreicher Behandlung oder während einer weiterführenden Therapie verspüren Patienten oft Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Das ist Teil des Krankheitsverlaufes und geht bei manchen auch mit starker Erschöpfung einher, dem so genannten „Fatigue-Syndrom“. „Hinzu kommen oft eine durch Schmerzen und Narben eingeschränkte Beweglichkeit, eine geschwächte Abwehr oder Organe, deren Funktion noch beeinträchtigt ist. Es ist mittlerweile anerkannt, dass sich die positiven Einflüsse von Bewegung insbesondere bei Krebserkrankten positiv auswirken“, erklärt Dr. a. Buia, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Durch die Ausschüttung stimmungsaufhellender Hormone und den Abbau von Stressfaktoren wird nicht nur das seelische Befinden verbessert, sondern auch das körpereigene Abwehrsystem und die Ausdauerfähigkeit gestärkt und damit auch die Wiedereingliederung unterstützt.

Das Angebot der Krebssportgruppen richtet sich an alle onkologische Patient/Innen während und nach einer Chemo- oder Strahlenbehandlung und ist nach Rücksprache mit dem Facharzt möglich. Vorkenntnisse sind für die Treffen, die zweimal in der Woche stattfinden nicht notwendig.
Weitere Informationen und Anmeldung unter a.bukvarevic@asklepios.com oder www.asklepios.com/langen

(Foto/Text: lpr)