Neues Ärztezentrum mit angeschlossener Klinik

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Das neue Ärztehaus. Foto: Dr. med Mehran Baghi

Neues Ärztezentrum mit angeschlossener Klinik entsteht in der Otto-Wels-Straße – Einzug weiterer Ärzte optimiert deutlich die fachärztliche Versorgung in Obertshausen

OBERTSHAUSEN (PM). Direkt am Bahnhof in Obertshausen entsteht im April 2021 ein exzellent ausgestattetes, umweltgerecht eingerichtetes Ärztezentrum.

Es besteht aus zwei Operationssälen (EG), einer HNO-Praxis (1. OG), einer Allgemeinmedizinerpraxis (2. OG) sowie einer Klinik für stationäre Patientenversorgung. Insgesamt werden zu Beginn sieben Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen vor Ort vertreten sein.

Die stationäre Versorgung ist vorgesehen für Patienten, die in der Klinik operativ versorgt werden. Ursprünglich lag eine Baugenehmigung für acht Wohneinheiten vor, diese wurde jedoch in Praxen und Klinik umgewandelt, um eine optimale Versorgung der Bevölkerung vor Ort zu gewährleisten.

Begleitet wird das Ganze von einem Bistro im Erdgeschoss, welches u. a. die Verpflegung der Patienten ermöglicht. Hinzu kommt der Hörgeräteakustiker für den kurzen Versorgungsweg der Patienten. Die zwei Operationssäle sind mit modernster Technologie und Lüftungsanlagen ausgestattet, die regional oder sogar überregional kaum in dieser Form vorhanden sind. In diesen OP-Sälen ist die Durchführung fast aller Operationen verschiedener Komplexitäten möglich.

Hinzu kommt, dass die Wartezimmer mit einem „smart Patientenabrufsystem“ ausgestattet werden, um Wartezeiten – und gerade in Pandemiezeiten auch die Begegnungen der Patienten – vor Ort möglichst kurz zu halten. Den Anstoß für den Bau dieses Ärztehauses gab der Obertshausener Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Dr. med Mehran Baghi, der aus den bisher gemieteten Praxisräumen in Obertshausen in eine eigene Praxis mit Klinikversorgung wechseln will. Selbstverständlich wird er seine bisherigen belegärztlichen Tätigkeiten im Ketteler Krankenhaus Offenbach fortsetzen für Patienten, die das Krankenhaus brauchen.

v.l.n.r. Dr. med Mehran Baghi, Projektleiter Herr Zehtaban, Architekt Dirk Lüttich, Bürgermeister Manuel Friedrich und Erster Stadtrat Michael Möser
Foto: Stadt Obertshausen (aufgenommen im Herbst 2020 vor dem Lockdown)

Einen „mutigen Bauherrn“ nennt Bürgermeister Manuel Friedrich den Mediziner, dessen Initiative das neue Ärztehaus in Obertshausen erst tragfähig gemacht habe. „Das ist ein wichtiges Projekt, nicht nur für die Stadt Obertshausen, sondern auch für den ganzen Kreis Offenbach“, sagt der Verwaltungschef bei der Baustellenbesichtigung im Herbst vor dem Lockdown. „Ein wesentlicher Vorzug des künftigen Ärztehauses ist die direkte Lage an der S-Bahn-Station Obertshausen“, macht Friedrich deutlich. Voraussichtlich werden auch in der Tiefgarage Kurzparkmöglichkeiten für Patienten geschaffen.

Erster Stadtrat Michael Möser dankt den politischen Gremien der Stadt Obertshausen, die den Bau des Ärztehauses in zentraler Lage mitgetragen haben und freut sich, dass durch den Einzug weiterer Hausärzte die ärztliche Versorgung in Obertshausen verbessert werden kann. „Die ärztliche Versorgung in Obertshausen zu sichern wird eines der zentralen Themen in den nächsten Jahren darstellen und wird im Fokus der kommunalen Arbeit stehen“ fügt er ergänzend hinzu.

„Dazu stehen wir als Verwaltungsspitze zusammen mit der Wirtschaftsförderung seit August des letzten Jahres quartalsweise in Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH), um sich über die haus- und kinderärztliche Versorgungssituation in Obertshausen abzustimmen“, berichtet Bürgermeister Manuel Friedrich. Die KVH hatte die Kampagne „Sei Arzt. In Praxis. Leb Hessen!“ gestartet, um dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Ziel ist es, möglichst viele junge Ärzte und Medizinstudenten für eine Niederlassung zu gewinnen, um die ärztliche Versorgung zu sichern. Mehr Informationen hierzu gibt es unter www.arzt-in-hessen.de.